Blogbeitrag
  • Thomas Gsteiger

Mein Ernährungsweg ab 2009

Aktualisiert: 10. Nov. 2021

Mein Ernährungsweg 2009-2014. Aktualisiert im Jahre 2016.




>> Ernährung


Schweizer Küche

Gerne berichte ich über meinen Ernährungsweg. Die freiwillige Ernährungsumstellung dauerte beinahe 5 Jahre.

Danach kamen noch kleinere Änderungen und das neu gelernte balancierte sich immer mehr aus. Zu Beginn wusste ich gar nicht wohin es gehen wird. Ich fing an einem Punkt an und es ging immer weiter. Was ich dabei in diesen Jahren so alles erlebt habe, gebe ich hier gerne weiter. Es ist kein Anleitung. Es ist ein Erfahrungsbericht und kann auch dich inspirieren, deinen Weg zu gehen.


Typisch Schweizerische Küche



Mein Ernährungsweg startete bei einer typischen, gutbürgerlichen Schweizerküche. Ich bin mit bei meinen Eltern mit einem eigenen Garten aufgewachsen. Ich trank gerne viel Milch. Liebte den Käse, das Fleisch, das feine Brot. Liebte Teigwaren über alles. Früchte hatte ich eigentlich auch gerne. Salat und Gemüse waren nicht gerade meine Lieblingsspeisen. Weiter genoss ich immer mehr die italienische, die Südamerikanische und die Thai Küche. Verbunden mit, wie bereits erwähnt unseren typischen Schweizer Küche. Mit all den leckeren kantonalen Spezialitäten. Wie Meringue, Züri Geschnezeltes und der Berner Platte. Ich habe sogar einmal mit Trennkost begonnen. Jedoch nach kurzer Zeit dies wieder fallen gelassen.


Umstellung


Im Sommer 2009 wechselte ich meine Nahrungsmittel in meiner neuen Küche. Ich stellte um auf 100% biologische Ernährung.


100 % Bio


Mein erster Schritt war mein Wechsel zu 100% Biologischer Ernährung. Gestartet mit mutigen zwei Wochen Rohkost. Welche zu 100% aus Früchten bestand. Es war Sommer und ich hatte Ferien. Es gab viele reife Früchte. Doch schon am ersten Tag wieder bei der Arbeit zurück, bemerkte ich, das dies für mich (noch) nicht geht. Bereits am Mittag habe ich meine Rohkostzeit beendet. Blieb jedoch weiterhin bei 100% Bio.


Vegetarisch


Wenig später meldeten sich jedoch meine Finanzen zu Worte. Das Geld reichte nicht um wie gewohnt meine vielen Fertigprodukte in Bio Qualität zu kaufen. Ich fing also an, die teuersten Ausgabeposten einzuschränken. Dies war vorerst das Fleisch. Bald darauf war ich Vegetarier und Biologisch unterwegs. Zu Beginn wie bisher mit hohem Milchkonsum und meinem obligatorischem Bircher-Müesli. Ohne dies ging ich am Morgen NIE zum Hause hinaus. Weiterhin genoss ich gerne und oft Käse.


Falafel Dürum mit Rucola Salat und Tomaten

Während dieser Zeit habe ich angefangen viele Bücher über die Ernährung zu lesen.

Meine verwendeten Bücher:

  1. Heilkost.

  2. Ayurvedische Küche.

  3. Vegane Bücher.

  4. Vegetarische Bücher.

  5. A. Vogel für Geniesser.

Auch besuchte ich einen Ayurveda Hülsefrüchte Kochkurs. Und ich war sofort begeistert davon.


Nach 1.5 Jahren Vegetarischer Ernährung, bemerkte ich, dass ich eigentlich nur noch

  1. der Rahm des Kaffees weg lassen müsste

  2. und der Käse bei den Spaghettis

  3. und bei den Fertigprodukten genauer hinschauen müsste

und dann wäre ich…


Vegan


Veganes Menü

Ja, dann wäre ich Veganer. Warum nicht? Ich fühlte mich von dieser Idee beflügelt und angespornt. Ich hatte in der Zwischenzeit noch Bücher wie «Vergiss den Kochtopf» und weitere Rohkost Literatur gelesen. Also sagte ich ja zu mir und wagte diesen grösseren Schritt. Ich nehme zusätzlich B12 zu mir.



Rohkost


Mein Plan war, dass ich mich drei Monate lang mit Veganer Bio Rohkost ernähren will. Und zwar zu 100%. Ohne eine einzige Ausnahme. Das war mir sehr wichtig. Gestartet habe ich Mitte Oktober 2012 und geplant war es vorerst bis Mitte Januar 2013 (es dauerte dann bis in den Frühling). An einem schönen Herbst-Sonntag packte ich alle Lebensmittel aus meiner Küche in zwei Papiertüten ein, welche nicht mehr in mein «Veganes-Rohkost» Konzept passten und verschenkte diese.


Zugleich vertiefte ich mich mein Wissen mit noch mehr Rohkostlektüren. Mein Grosser Begleiter wurde Dr. Urs Hochstrasser. Ein Pionier dieser Szene. Er hat einige sehr interessante Kochbücher geschrieben. Auch über Kinderernährung. Weiteres Knowhow bezog ich aus Wildkräuter-, Smoothie-, und 3 weiteren Rohkost Büchern.


Wildkräuter


Wildkräuter habe ich ums Haus und in der nähe vom Wald gesammelt. Wildkräuter können in grüne Salate gemischt werden und geben eine feine Note. Löwenzahnblätter nahm ich oft, besonders wegen den darin enthaltenen Bitterstoffen und auch Brennesseln schmecken ganz lecker. Die kleinen Blätter picksen nicht. Ansonsten sind Handschuhe eine angenehme Lösung. In der Zwischenzeit wachsen Brennesseln wild auf meinem Balkon. Auch für die Verwendung in Smoothies schmecken sie wunderbar.


Smoothie


Sind lecker. Warum nicht einmal Blattspinat, eine reiffe Mango (ohne Stein) mit ca 7dl. Wasser mixen? Dies schmeckt auch den Kindern. Nicht Gemüse und Früchte mixen. Verträgt der Körper nicht so gut. Allgemein gilt bei Smoothies: weniger ist mehr. Also nicht 5 Früchte und 4 Blattsorten miteinander mixen. Wenn der Smoothie nicht grün ist, dann einfach mehr «Grünzeugs» rein. Dennoch sollten die Salate täglich oder wöchentlich wechseln. Genügend verschiedene Sorten nehmen, damit der Körper genügend verschiedene Nährstoffe aufnehmen kann.


Küchengeräte


An Küchengeräte kaufte ich mir zuerst einmal gute Börner Schneidwerkzeuge. Einen Ba-Mix-er besass ich bereits um aus der Kuhmilch – Zeit, wo ich mir mit diesem Mixer genüsslichen Rahm zubereitete. Diesen nun also zur Smothie Herstellung verwendete.


Rohkost Menü

Gegen ende der drei Monate beschaffte ich mir einen Entsafter (Angel Saftpresse) und die Rohkost Zeit ging noch ein paar Monate weiter. Ich wollte noch nicht aufhören. Ich fing auch an Sprossen zu ziehen und mit Wildkräuter feine Smoothies zu mixen. Auch legte ich nun mehr Wert auf Chlorophyll.


Auch Superfoods habe ich mir gekauft und sogar selber leckere Rohkost-Schokolade hergestellt. Geht ganz einfach und ist sehr lecker.


Gewicht und Entgiftung


In der Zwischenzeit habe ich über 10 kg abgenommen und fühlte mich super fit. Das abnehmen war ein ganz schöner Nebeneffekt und gar nicht mein Ziel. Irgendwann pendelt der Körper sich dann auch ein, mit einem Gewicht, welches ihm entspricht. Ich hatte zwei Entgiftungserscheinungen in Form von Hautausschläge an den Armen gekriegt. Doch diese verschwanden nach ca. 3-8 Wochen von selber wieder. Ohne Behandlung. Einfach so.


green smoothie

Nach anderthalb Jahren 100% Veganer-Bio Kost, die Rohkost schwankte immer so ein wenig auf und ab. Einmal mehr, dann wieder weniger. Kamen plötzlich wieder bekannte Gelüste auf. Lachs. Nein, machte ich mir Vorwürfe. Das geht doch nicht. Ich ernähre mich doch Vegan und Rohköstlich. Das hat einige Wochen gedauert. Bis ich meine selbst erstellte Blockade überwunden hatte und dann ganz genüsslich, dankbar und bewusst ein Lachs-Sandwich zu mir genommen habe.


Weitere Küchengeräte


Hin und her gerissen und auch wieder ganz wenig Normalkost versucht. Und gemerkt, dass dies mir nicht mehr schmeckt und ich mich danach gar nicht energiereicher fühle. Eher im Gegenteil träge und irgendwie immer noch gelüste.


Die Angel Saftpresse wieder verkauft ( sie ist wirklich eines der besten Modelle, ein Rolls-Royce), da die Lust nach so viel Saft abnahm. Sicher ein wunderbares und sehr zu empfehlendes Gerät um grosse Krankheiten aus dem Körper zu bekommen. Ich habe ich mir einen neuen Mixer beschaffen, Einen Vita-Mix. Und plötzlich waren keine kleine Stückchen mehr im Smoothie. Er klingt nun halt auch fast so laut wie ein Rasenmäher in der Küche, mit seinen 2.5 PS. Jedoch mit einem Ohrschutz war das dann auch kein Problem mehr. Auch für die Nachbaren erträglich wenn man die üblichen Ruhezeiten einhällt.


Trinken


Gefilterters Wasser

Dies ist mir auch noch wichtig zu erwähnen. Wir Menschen bestehen aus einem hohen Anteil aus Wasser. Somit ist neben der Luft auch das Wasser ganz entscheidend für unser Wohlbefinden.


Blüte des Lebens


Etwas habe ich noch vergessen. Gefiltertes Wasser. Bestehend aus meinen Wasserfilter von Sanacell, dem Verwirbler von AquaDea und der anschliessende Energetisierung über eine Original W. Steiner Konuspyramide an einer Granittplate. Das Wasser schmeckt wieder. Ist weich. Kein Kratzen im Hals. Energetisiert wird es auch noch. Nun gönne ich mir also Annähernd quellfrisches Wasser.


Süssgetränke und Alkohol


Süssgetränke verlieren ganz von alleine an Interesse. Auch mag mein Körper die künstlichen Süssstoffe oder auch den weissen Zucker gar nicht mehr. Er kommt mir ganz fremd vor. Bei den alkoholischen Getränke ist es ähnlich. Das Verlangen existiert eigentlich nicht mehr. Bei besonderen Anlässen ab und an ein Glas Wein. Jedoch auch ganz gut monatelang ohne ohne irgendwas Alkoholisches.


Kaffee und Getreidekaffee


Kaffee habe ich damals während 1.5 Jahren keinen einzigen mehr getrunken. Es fiel mir auch nicht schwer damit aufzuhören.Nun nehme ich ab und zu Getreidekaffee zu mir. Schmeckt wunderbar. Doch auch da gibt es manchmal Wochen wo ich keinen nehme.


Tee


Gerade in den kälteren Jahreszeiten ist ein wärmender Tee genüsslich. Mit ayurvedischen Kräutern angereichert und eingeteilt in die Doshas: Pita, Kapha, Vata. Mit Eigenschaften wie wärmend, kühlend oder stimulierend. Yogi-Tea gibt es auch in ganz vielen Mischungen. Besonders geschmackvoll sind auch die Sonnentor Tee’s. Mmmhh… Offeriert einmal einen Brennnessel Tee. Wunderbarer Geschmack.


Meine momentanen Ernährungsform (2016)


Momentan ernähre ich mich Wenn immer möglich mindestens biologischer Herkunft. Mehrheitlich roh und vegan.

Es gibt auch Ausnahmen. Fleisch/Fisch 0-2x im Monat. 1-2 rohe Demeter Eier pro Woche. Je nachdem wenn mein Körper diese Verlangen mir signalisiert.

Diese Dinge verzehre ich (fast/mehrmals) täglich (Möglichst in Bio oder Demter Qualität):

  1. Reife Früchte. Salat. Gemüse.

Gesundes Wasser.

  1. Smoothies.

  2. Kerne (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne).

  3. Nüssen (Cashew, Macadamia, Walnüsse).

  4. Sprossen.

  5. Trockenfrüchte (Feigen, Datteln, Rosinen).

  6. Kokosöl in Rohkostqualität.

  7. Sesammus.

Gelegentlich:

  1. Vollkornreis, Getreideprodukte, Hafer, Amaranth, Quinoa, Süss-Kartoffel, Hülsenfrüchte (gekeimt oder gekocht).

  2. Nahrungsergänzung (Mineralien und Vitamine) in Form von Tabletten.

  3. Avocados, Moringa Pulver. Vegane Schokolade. Vegane Kekse. Salznüsse ohne Kochsalz.

  4. Öl in Rohkostqualität.


Trockenfrüchte Nüsse


Alles möglichst Regional und Saisonal. Süss und Lecker. Vieles vom Märit, da ich dort auch nur 3 Rüebli kaufen kann, wenn es sein muss. Und auch fragen kann was gerade Essreife hat.


Dabei beachte ich das Temperaturverhalten der Nahrungsmittel auf den Körper.


Wärmend sind zum Beispiel Rosinen. Kühlend Mandarine.


Ja, die Natur stellt uns eigentlich jederzeit genau dies zur Verfügung, was unser Körper gerade braucht. Und der Mensch hat ja mittlerweile viele Möglichkeiten entwickelt, wenn es wegen Schnee und Kälte nichts passendes geben sollte.


‹Schlussworte› – Mein Ernährungsweg


Ich danke für das Lesen dieser Seite. Meine Ernährung ändert sich auch im Jahre 2015 weiter (als ich diese Seite ursprünglich geschrieben hatte).


Jetzt spüre ich oft klarer, was mein Körper wünscht und versuche dies dann zu mir zu nehmen.


Wie bereits erwähnt, diese Seite wiedergibt meine Erfahrungen und stellt einen Ausschnitt meines Weges bei der Ernährung in die Harmonie dar. Wie ich auf anderen Seiten lesen durfte, haben viele einen ähnlichen Weg durchgemacht. Für mich war es dann jeweils hilfreich andere Erfahrungen zu lesen. Da es immer noch recht exotisch gilt, sich so zu ernähren. Immerhin habe ich im Herbst 2014 in einem grossen Nachrichtenmagazin aus Deutschland, von einem «Vegan-Blog-Selbstversuch» gelesen. Ich bin gespannt wie lange es dauert bis fRohkost so in aller Munde ist.


Die Küchengeräte kann ich mit bestem Gewissen weiter empfehlen. Bezugsadressen findet ihr im Internet über die Suchmaschinen. Neben den grossen gibt es übrigens noch andere wie zum Beispiel startpage.com.

Seit Erfindung der Kochkunst essen die Menschen doppelt so viel wie die Natur verlangt. ― Benjamin Franklin


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